Montag, 5. September 2016

WMDEDGT

Zur Zeit bin ich  Strohwitwe, der Mann ist in Afrika, arbeiten. Jeden zweiten Montag kommt meine Haushaltshilfe und bringt die Bude hier mit Schwung auf Vordermann. Also aufstehen um sieben, das Chaos von gestern auf dem Esstisch beseitigen ( ich klebe gerade ein kleines Erinnerungsheft vom Schweden- Urlaub). Um acht Uhr klingelt es, der Hund rast zur Tür,  er weiss,  gleich gibt es Leckerli.  Es ist kühl draussen und regnerisch,  super für die Hunderunde,  da ich wegen Wehzeh keine geschlossenen Schuhe tragen kann. Um 10.00 sind wir wieder zurück und es gibt erstmal Kaffeepause  für meine Haushaltshilfe und mich. Ich bin zur Zeit im absoluten umräumwahn. Der Schreibtisch ist gestern von quer im Raum zu längs am Fenster gewandert, allerdings sind jetzt zwei schubladenschränkchen übrig und bastelkram  in kistchen  und Kästchen steht auch überall auf dem Boden.  Also erstmal den Boden freiräumen und die Schränkchen zur Seite schieben,  sonst kann hier nicht gewischt werden.  Danach bereite ich mir ein schnelles Mittagessen zu, verabschiede meine Hilfe und mache mich wieder ans umräumen.  Jetzt sollen ein Sofa und der 60igerjahre teaksekretär den Platz tauschen. Und ein gösserer schubladenschrank und das ganze bastelchaos müssen irgendwie weg. Also rücke und schiebe ich wie verrückt. Das Sofa ist ja einfach,   aber der Sekretär ist richtig schwer.  Dabei sieht er eigentlich sehr schlank  aus. Also alle Schubladen  (3) raus, auf dem Sofa stapeln. Auf dem Esstisch schwanken schon zwei türme aus je vier Schubladen vom bastelkramschrank. Dann zwei Lappen unter zwei Beine und auf geht es. Sieht super aus, aber das grosse gerahmte warhol- Plakat passt nicht mehr an den haken. Jetzt steht es auf dem Sekretär,  der ja viel höher ist als das Sofa. 
Das Sofa macht sich super an dem neuen Platz.  Und die Wände wirken nicht mehr so unruhig. 
Aber der bastelkram ist natürlich immer noch da. Ich habe immer nur Dinge aus dem Atelier und dem Gartenhaus geholt, jetzt türmt sich alles.
Hund und ich gehen in den Garten und dann wird das Gartenhaus aufgeräumt. Ursprünglich war es als Atelier gedacht, aber nicht praktikabel.  Jetzt habe ich einen Raum in Potsdam und das schöne Hüttchen ist zum Gerümpelschuppen verkommen. Also wie gehabt, räumen und rücken. Und fegen. Der zementstaub des Bodens ist grässlich, ich huste wie verrückt,  aber jetzt muss dass! Um halb sechs ist alles fertig und der Hund und ich hechten zum Schlachter,  mir ist nach Würstchen und Kartoffelsalat. Und noch zum Supermarkt,  der hier allerdings nur ein discounter ist, schnell noch Obst kaufen. Und hurra, wir treffen Freundin A. mit Hund und gehen spontan noch eine grosse Runde übers Feld. 
Um acht gibt es dann essen für Hund und Frau und dann Chatten mit Mann in Afrika und Tochter in Wien. Jetzt ist Sofa und blödsinnsprogramm gucken. Und morgen wandert der Bastel-, Mal-, Druck- und Stempelschnitzkram in das Gartenhaus. Und die beiden übrigen Schubladenschränkchen in den Keller.  Morgen. Und dann räume ich dasNähzimmer um. Und das Wohnzimmer.  Das Sofa auf dem ich gerade sitze könnte auch an einer anderen Wand stehen. Mal die Perspektive ändern.

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