Dienstag, 25. Juli 2017

Sonnengedrucktes

Für die Technik der Sommermailaktion gab es drei Alternativen: Sonnendruck, Inko-Dye und Cyanotypie. Ich habe mich gleich für den Sonnendruck entschieden, da dieser ohne weitere Hilfsmittel auskommt und ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, meine Materialbestände zu reduzieren.
Erste Versuche hatte ich bereits gemacht https://kruschkramerin.blogspot.de/2017/06/sonniger-sonntag.html und dann auf den nächsten sonnigen Tag mit Zeit und Muße gewartet. Statt dessen kam Regen incl. überschwemmten Keller und ich habe schon um den Abgabetermin gebangt, zudem ich ja die erste unserer Gruppe war. Aber uff, pünktlich gab es dann doch noch Sonnentage und der Sonnendruck konnte starten.
ich habe mit den verschiedensten Dingen experimentiert, die mir als Schablone gedient haben. Am besten hat Kunststofffolie funktioniert, da sie gut auf dem Stoff aufliegt. Also habe ich mir verschiedene geometrische Formen und auch Blumen aus Plastik ausgeschnitten (Prospekthüllen).
Die Kreise und Kringel sind einmal Plastikringe, die man in den siebzigern umhäkelt hat und dann zu Taschen zusammengesetzt, Fädelperlen (Ikea aus den neunzigern), Glasmuggelsteine und kleine Glaslinsen (Billy Billig aus den neunzigern). Ausserdem habe ich Stricknadeln, Wäscheklammern, Legosteine und Aufhänger für Christbaumkugeln. Also ein sehr buntes Sammelsurium.
Da ich mich wie immer nicht für ein Motiv entscheiden konnte, haben meine Post-Partnerinnen alle mehr oder weniger verschiedene Drucke bekommen.

Und jetzt eine Bilderflut:
Wäscheklammer, Plastik, Perlen und Glassteine. Über Nacht im Bastelschuppen getrocknet.

Die Wäscheklammern waren keine soo gute Idee, das Holz hat etwas Farbe abgegeben und der Druck wird nicht so scharf, wahrscheinlich weil das Holz auch Farbe aufsaugt und evtl. nicht ganz plan aufliegt.

Perlen, Muggelsteine, Glaslinsen und Plastikformen.



Blumen mit Plastikringen und Glaslinsen.

 Blumen mit Glasbruch. Ein Regalboden aus Sicherheitsglas ist mir vor Jahren zerbrochen und ich fand die Teile so interessant, dass ich einige aufgehoben haben und sogar beim Umzug vor sechs Jahren mitgeschleppt habe. Mit Recht wie ich finde.

Mandala mit Plastikfolienblume und -Formen.
 Legosteine. Vorher und nachher.

 Stricknadeln an Foliengeometrie.

 Und dann gingen die Stoffdrucke auf die Reise:





Sonntag, 9. Juli 2017

Fleissiger Sonntag

Heute wollte ich unbedingt in den Shop fahren um den einzigen Tag, an dem keine Ware ankommt, zu nutzen um endlich einmal die Ablage auf Vordermann zu bringen. Eigentlich wollte ich mit dem Rad fahren, habe aber kurz vorher gekniffen und den Mann gebeten, mich zu fahren. Ich habe tatsächlich Angst davor, das neue e-bike einige Stunden draussen stehen zu lassen. Trotz inzwischen zwei Schlössern. Morgen werde ich mal zur Apotheke im nächsten Ort fahren, ich muss mich einfach darin üben, den Schrecken zu überwinden.
Auf dem Weg war am Rand ein kleines " zu verschenken"-Häufchen und da kann ich halt nicht daran vorbei, obwohl ich gerade am ausmisten bin. Aber ein kleines buntes Kästchen musste mit.
Dann habe ich bis kurz vor fünf Ablage gemacht und auch einiges wegearbeitet, morgen werde ich weitermachen, bis wir endlich mal aktuell sind.
Der Mann hat mich dann wieder abgeholt und ich habe lecker Hähnchenschenkel mit Tomaten und Kartoffeln im Backofen geschmort, zum Nachtisch gab es Zuckermelone und wir haben den Tag gemütlich im Garten auf der Terrasse ausklingen lassen.
Gerade habe ich mich am Computer noch ein wenig in der Bildbearbeitung geübt, da habe ich heftige Defizite, Ergebnisse kann ich leider noch nicht zeigen, aber vielleicht demnächst.

Samstag, 8. Juli 2017

Alles neu

Naja, nicht alles aber zumindest zwei der wichtigsten Gegenstände in unserem Haushalt. Nämlich die waschmaschine und das e-bike.
Bei den schlimmen Regenfällen vor anderthalb Wochen ist ja unser Bad im Keller überschwemmt worden und die Waschmaschine war ruiniert. Heute hatten wir dann endlich Zeit zum "weissen Laden" zu fahren und eine neue auszusuchen.  Und wieder einmal haben wir den Unterschied zwischen Fachhandel und Elektromarkt gesehen. Genug Personal, gute Beratung, guter Preis nebenbei ebenfalls. Dazu 5 Jahre Garantie, Lieferung, Anschluss und Mitnehmen der alten Maschine selbst-verständlich inklusive. Am Mittwoch kommt das gute Stück, eventuell auch schon am Dienstag. Was leider nicht gut klappt, ist die Zusendung des Gutachtens der Elektrofirma die die alte Maschine untersucht hat und bestätigt, dass sie nicht mehr zu retten ist. Das Formular benötigt die Versicherung und wie immer bei den hier ansässigen Handwerker geht nichts ohne hinterher telefonieren und Druck machen. Und auch wie immer wünsche ich mir, wir hätten unseren niedersächsischen Sprengel mit seinen netten, kompetenten und zuverlässigen Handwerkern nie verlassen.
Aber nun zum zweiten Gegenstand, der neu ist: mein ebike.
Ich hatte bereits eines das mir nach nicht einmal zwei Wochen gestohlen worden ist. Den Moment, als ich mit meiner Kollegin nach der Arbeit  aus dem Gebäude trat, sie meinte: mein Fahrrad steht hier, und ich antwortete: und meines hier an diesem Laternenpfahl, und da war ...NICHTS, werde ich glaube ich, nie vergessen.
Mit dem Rad bin ich sehr glücklich gewesen, endlich unabhängig von Bahn- und Busfahrplänen, mit Leichtigkeit die Hügel hinauf, es war Klasse.
Aber jetzt sind alle Formalitäten mit der Versicherung geklärt und nach dem Waschmaschinenkauf haben wir das Rad beim Händler abgeholt. Er hatte das selbe Modell zum Glück noch auf Lager. Ab morgen werde ich also wieder fröhlich auf meinem ebike durch die Gegend schnurren.

Freitag, 7. Juli 2017

Freitag und fertig

Heute früh war es kühl und bedeckt, zwischendurch wolkenlos und heiß, anschließend hingen graue Wolken über der Stadt und es war unglaublich schwül und drückend. Ich mag so unentschlossene Wetter überhaupt nicht und bin fix und fertig und sehr müde.
Meinen Arbeitstag habe ich unterbrochen um mich mit einer Freundin aus Hamburg auf einen Kaffee um die Ecke zu treffen. Wir haben einige Jahre lang gemeinsam ehrenamtlich in einem Museum gearbeitet und es war toll sich  wiederzusehen und über dies und das zu quatschen. Obwohl sie ein ganz anderer Typ Mensch ist als ich, sehr straight, überlegt und methodisch haben wir bei unserer Tätigkeit wunderbar harmoniert und uns hervorragend ergänzt. Und auch heute war bei vielen Themen die alte Verbundenheit und Übereinstimmung wieder da. Schön war das.
Anschließend habe ich noch ein paar Stündchen weitergearbeitet und mich dann auf den Heimweg gemacht um den armen Hund, der seit halb neun alleine zu Hause war zu erlösen und noch eine Hunderunde zu drehen.
Bei uns im Dorf ist wird heute Dorffest gefeiert, mit weißer Tafel, leckeren Häppchen, Jazzband, Kindermitmachangeboten und...  Greifvögeln! Gegen eine Spende für den Verein bekam man einen Greifvogel auf den Arm gesetzt. Ich liebe Vögel und insbesondere Greifvögel und habe mich natürlich sofort angestellt. Und dann gesehen, das auch ein Waldkauz dabei war! Käuze und Eulen sind meine absoluten Lieblingsvögel und natürlich habe ich mir den Kauz ausgewählt. Ein wunderschönes Tier. Diese Augen, die Federn, der Schnabel und dann die Fähigkeit, den Kopf fast ganz herum zu drehen... ich war hin und weg. So nahe konnte ich so einem Tier noch nie sein.
Diese kleine Verzögerung auf dem Heimweg mußte sein.
Aber dann hat sich natürlich der Hund riesig gefreut, mich zu sehen und wir haben  sofort unsere kleine Hunderunde gedreht.
Und nun bin ich müde, warte noch auf den Mann werde mich aber bis er kommt auf das Sofa zurückziehen, denn nach Fest ist mir nicht mehr, nur noch nach Schlaf und Erholung.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Irrfahrten

Es gibt so Tage, da ist man bzw. ich einfach zu doof für alles.
Habe ich es doch endlich mal pünktlich geschafft, meinen Arbeitsplatz zu verlassen und den von mir bevorzugten Regio um fünfunzwanzig nach nach Wannsee zu bekommen, der dann 32 da ist und  ich dann um 34 in den Regio nach Hause umsteigen kann. Das ist knapp und wenn der erste Zug trödelt ist der Anschluss weg. Aber ich muss nicht den Bahnsteig wechseln, der Anschlusszug hält gegenüber. Also bin ich  ohne groß auf die Anzeigetafel zu schauen, direkt in den bereits wartenden Zug gesprungen. Leider war es der falsche. Nämlich ein leicht verspäteter Zug nach Magdeburg. Und der fährt wieder zurück nach Potsdam. Einmal kurz geflucht und zum Bus gegangen. Der bedeutet zwar einen gut zehnminütigen Fussmarsch nach Hause, aber er braucht auch nur ca. 10 Minuten Fahrtzeit. Aber wenn man sich dann auf der Bank an der Haltestelle in sein Buch vertieft (mit der Kindle-App aufs Handy geladen) merkt man halt nicht, dass der Bus davor verspätet ist, die Haltestelle blockiert und der richtige Bus dahinter hält und eben nicht vorfährt. Da steht ja noch der andere Bus. Also habe ich meinem Bus tatsächlich hinterhergeschaut obwohl ich gut zwanzig Minuten auf ihn gewartet habe! Also wieder in den Bahnhof und wieder den Zug um 25nach nach Wannsee genommen. Aber dann habe ich aufgepasst wie ein Heftlmacher, dass ich nicht nocheinmal in den falschen Zug steige.
Und bin tatsächlich knapp zwei Stunden später zuhause eingetrudelt, wo der Hund schon sehnsüchtig gewartet hat und wie der Blitz in den Garten ist.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Wmdedgt

Oh Gott, frau brüllen ruft wieder zum Tagebuchbloggen auf. Also dann, auf gehts. Der Mann ist schon vor Tau und Tag aufgestanden da (Tages)geschäftsreise mit dem Auto. Ich dümpele jetzt (7.00) noch am Frühstückstisch vor mich hin, werde mich aber mit dem Hund gleich in den grauen Morgen aufmachen. Die Hundespaziergänge sind zur Zeit sehr kurz, der Hund ist am vorderen Ellenbogengelenk operiert worden und braucht Schonung, Schonung, Schonung. Und das noch drei Monate. Findet er blöd, ich auch.
Danach beschließe ich, für zwei Stunden in den Shop zu fahren, um Ablage abzuarbeiten. Wir hatten sehr hektische Zeiten, da ist die Ablage ziemlich auf der Strecke geblieben und der Schreibtisch, die Ablagekörbe und auch die Ordner quellen einfach nur über.  Niemand findet noch etwas und es ist nicht gerade einfach, Vorgänge im Auge zu behalten.
Regio und Strassenbahn sind rappelvoll. Der Regio mit Urlaubern deren Koffer und Taschen für reichlich Chaos sorgen. Wer immer diese Züge plant, an Mensch mit Gepäck hat er dabei nicht gedacht. Dazwischen die Radfahrer die nicht wissen, wo sie ihre Räder unterbringen sollen, denn klar, alle Leute mit Gepäck drängeln sich in den Fahrradabteilen, und diverse Kindergartengruppen.
Ich bin heilfroh als ich endlich aussteigen kann.
Im Shop sind ausser den Kollegen auch der Chef. Wir bequatschen Orgadinge und beschliessen, am Wochenende Ablage zu machen. Er am Samstag, ich am Sonntag.
Um zwölf fahre ich wieder nach Hause denn es kommt der Waschmaschinenbegutachter. Beim grossen Regen von letzter Woche ist unser Bad im Keller 42 cm hoch unter Wasser gestanden. alles schöne graue Schlammbrühe. Und die Waschmaschine halt auch. Die versicherung möchte aber bitte schön von einem Fachmann bestätigt haben, das sie kaputt ist. Der kommt pünktlich und bestätigt, dass das gute Stück wirtschaftlicher Totalschaden ist. Motor und Elektronik sin hin. Jetzt bekomme ich diese Bestätigung zugesandt, leite diese an die Versicherung weiter und dann können wir eine neue Waschmaschine kaufen. Und bis dahin türmt sich die dreckwäsche. Grr.
Anschliessend bügele ich noch etwas Hemden und dann folgt die zweite kurze Hunderunde.  Anschliessend radele ich schnell zum Laden und kaufe Tk-Hühnerleber, Möhren und Äpfel. Leber bekommt der Hund gekocht mit Reis, dazu immer eine Möhre und einen Apfel geraspelt.
Eigentlich wollte ich mir eine neue Tasche nähen, bin aber nicbt so recht inspiriert und stöbere etwas ziellos in meinen Stoffen herum.
Da suche ich mir dann lieber ein Rezept für couscous-salat heraus. Im Garten wächst massenhaft Petersilie und Rauke, da passt couscous prima. Den können der Mann und ich uns dann morgen zu unseren jeweiligen Arbeitsstellen mitnehmen. Und koche für morgen Leber und Reis für den Hund.
Zum Abendbrot esse ich etwas selbstgemachten Humus  mit Brot.
Dann noch etwas Kram am Computer erledigen. Der Mann  ist auf dem Heimweg und ruft von Auto aus an und wir quatschen ein bisschen.
Jetzt beende ich diesen Blogeintrag und sage "gute Nacht "

Sonntag, 18. Juni 2017

Sonniger Sonntag

Nachdem allerorten zum Beispiel hier
und hier 
Sonnengedruckt wird, wollte ich das heute auch mal ausprobieren. Denn, Wink des Schicksals, die Katze hat in eines meiner schönen Überschlaglaken* Dreiangeln gerissen, da habe ich jetzt feinsten Baumwolllstoff zum probieren. Schablonen gibt es in diesem Haushalt jede Menge, auch aus Kunstoff und uralte Textilfarben ebenfalls. Also alles zusammengesucht, Läppchen am Gartentisch geschnittenund was soll ich sagen: es funktioniert. Wie doll und verückt!

hier meine erste beiden Versuche:

 und

Eine wirklich Jahre alte Muschelschablone, mit der meine Freundin und ich damals mit den  Kindern unsere Strandlaken bedruckt haben und etwas, aus dem ich wohl mal viele Kreise (vielleicht von einem Spiel) ausgelöste habe.

Dann habe ich weiter gekramt und eine Rosenschablone gefunden, die ich aus Moosgummi geschnitten und als Stupfschablone verwendet hatte:

Das hat nicht so gut funktioniert, vielleicht lag das Moosgummi nicht plan genug auf, mmh. Kann nicht alles klappen.

Am Schluss habe ich noch eine Plastikspitzendecke verwendet, die ich mal auf irgendeinem Grabbeltisch fand und als Stupfschablone für alle Fälle (man weiß ja nie) mitgenommen habe.

Etwas größer als mein 20x20 Stoffstück, ich habe versucht, das Mittelmotiv möglichst zentral zu platzieren:
Das Ergebnis hat mich echt vom Hocker gehauen. Das das auch bei so filigranen Motiven funktioniert, hätte ich nicht geglaubt.
Eine verblüffend einfache Technik mit der man tolle Ergebnisse erzielen kann. Am schönsten, wenn die Schablone dieselbe Größe wie der Stoff hat, dann vermeidet man Ränder. Oder setzt sie bewusst ein. Bei mir war das eher ungeplant. Zum Glück hatder Wetterbericht für morgen Sonne angesagt, da mache ich doch gleich weiter. Stoff ist ja noch genügend da.

*Überschlaglaken nannte meine Mutter diese Baumwolltücher, die an die Innenseite derSteppdecke geknöpft wurden und deren verzierter Rand dann über das obere Ende der Steppdecke nach aussen geschlagen wurde. Man hat sie anstelle eines Bettüberzuges verwendet. Die Steppdecken waren sehr schön aus Satin einfarbig in Rosa, Rot, Burgunder oder Blautönen, meistens als Damast gewebt. Auf der "Schlafseite" war also das Überschlaglaken und der obere Rand derSteppdecke wurde  durch den Überschlag geschützt. Dazu gehörte noch ein sogenanntes "Paradekissen". Bei uns dienen die Laken als Vorhänge oder Bettüberwürfe. Der sehr breite obere Rand ist mit Richelieustickerei und Initialen verziert. Wunderschön.

Dienstag, 11. April 2017

Neue Post!

Gestern. am Montag, kam Post von Bärbel. Der Briefumschlag ist ja schon so entzückend, das ich ihn ersteinmal nicht geöffnet habe, sondern auf mein Bord in die "grüne" Abteilung gestellt habe. Da passt er nämlich ganz vorzüglich hin.

Diese zarten Ranken und der Schneckenstempel... das mag ich wirklich sehr.
Hier noch einmal ein Detail:

Nachdem nun heute ein Zahnschmerzerfüller Tag war (und bitte sage keine ich könnte ja einfach zum Zahnarzt gehen, aber da bin ich extrem mit Angst behaftet) finde ich, ich habe mir jetzt eine Belohnung verdient (die Tabletten wirken noch) und werde den Brief jetzt öffnen.
Ein wunderhübsches Minibüchlein, richtig mit Leinenrücken und schönem Papier gebunden. Und gefüllt mit ganz zarten Bildern. Bestimmt mit der Feder gezeichnet, oder? Und dann mit Aquarellfarbe? Und noch viel Platz für eigene Zeichnungen und Notizen.
Vielen Dank für das schöne Frühlingsbuch, ich freue mich sehr darüber.

Bilder kommen morgen, das Licht ist nix.

Mittwoch, 5. April 2017

WMDDGT

Hui, fast hätte ich es vergessen, es ist der fünfte. Eigentlich will ich schon seit einer Stunde ins Bett, aber sei es drum. Also,
in derFrühe um sechs aufgestanden, schnell Dusche, anziehen, Müsli frühstücken mit schnellem Überfliegen der Zeitung und dann Hunderunde. Der Hund humpelt(warum ist unklar, Röntgen ergab nur eine beginnende Arthrose, kein Grund so stark zu hinken) unlustig hinter mir, wird im Wald aber deutlich wacher. Nach ziemlich genau einer Stunde zurück, Es gibt Frühstück für den Hund, ich sause ins Bad und lege mir "ein Gesicht" an, dann schnell ein Pausenbrot schmieren, heute Zwiebelschmelz, Gurke und Käse (wie immer eigentlich) und dann ab zum Zug und zu Arbeit.
Am Eingang ist ein neuer Security-Mann, der mich noch nicht kennt und mir gerade erklären will, das das Museum erst um 10.00 Uhr öffnet, aber ein Kollege eilt herbei und sagt ihm, das ich doch hier auch arbeite und rein muß. Ein Kollege ist schon da, wir halten einen Minischwatz und dann schaue ich nach den Wareneingängen. Hurra, die Ware aus Frankreich ist gekommen, aber warum schicken die Franzosen nie, nie, nie einen Lieferschein mit? Und auch keine Rechnung oder einen Packzettel. Soll ich raten welche Bestellung  von welchem Datum das ist? Zum Glück werde ich im Bestellordner fündig und kann alles ordentlich verbuchen. Der italienische LIeferant legt zwar einen Lieferschein bei, aber der ist etwas kryptisch, also eine kurze Notiz an den Chef, er möge das bitte entschlüsseln. Sonst ist alles gut. Ich stelle wie immer fest, daß ich die nettesten KollegInnen der Welt habe, ich kriege eigentlich immer sofort gute Laune wenn ich am Arbeitsplatz ankomme.
Da ich heute mein einziger Arbeitstag in der Woche ist (morgen und übermorgen habe ich frei) schreibe ich schnell noch ein paar Notizen zur Übergabe und um zwei mache ich mich auf den Heimweg, der Hund wartet auf die Nachmittagsrunde. Im Briefkasten ist ein Zettel vom Zusteller, drei Pakete liegen in der Garage. zwei für uns, eins für den Nachbarn. Und Hurra! der neue Grill ist dabei. Und Grillkohle. Pünktlich zum Start in die Saison. Ich schleppe alles in den Schuppen, bringe das dritte Paket zum Nachbarn und endlich geht es auf zu Hunderunde. Die führt uns nur schnell zum Discounter (supermarkt haben wir am Ort nicht) Möhren und Zucchini für den Hund kaufen. Die bekommt er geraspelt mit Fleisch zusammen. Und noch so diesem und jenem.
Da ich heute abend alleine bin, der Beste Mann hat einen Abendtermin, gibt es nur schnell einen Imbiss bevor ich den Tisch wieder frei räume und mich an meine Werkelei zur Frühlings Mail Art 
setze. Zehn kleine Büchlein zum Thema Frühling sind zu gestalten und ich tue mich sehr hart damit. Aber jetzt geht es dem Ende zu. Vier Stück werden noch in den Buchdeckel eingehängt und zum pressen und trocknen gelegt, dann kommt noch etwas Feinschliff für die, die ich gestern abend bereits gebunden hatte. Aber der beeinhaltet auch schnippeln, kleben, stempeln, schreiben. Aber immerhin, die Hälfte wird fertig. Morgen die letzten vier, dann noch die Umschläge und alles absenden.
Aber es tut mir gut, so am Abend noch mal kreativ zu sein. Und vor dem schlafen gehen noch schnell die Blogrunde und da steht es: WMDEDGT. Dabei habe ich das Tagesdatum heute schon öfters geschrieben, aber mein Gehirn hat es einfach nicht verknüpft.
Aber jetzt ist fertig  und tschüß bis zum nächsten Monat.

Dienstag, 21. März 2017

Die Post war da!

Komme ich vorhin von der Hunderunde, guckt da doch ein freundlich gestreifter Umschlag aus dem Briefkasten heraus. Mir war sofort klar, das kann nur das erste Mini-Buch der Frühlings Mail-Art sein. War es auch. Von Anette. In einem ganz entzückenden Umschlag, vorne Punkte, hinten Streifen und das Ganze genäht!! Erst habe ich es nur gestreichelt und nicht geöffnet, weil ich den Umschlag so nett fand. Jetzt bin ich aber doch mit dem Nahttrenner daran gegangen, und habe vorsichtig, vorsichtig, den Umschlag geöffnet und ein ganz allerliebstes Büchlein herausgezogen. Bilder vom Buch gibt es noch keine, falls jemand aus der Gruppe noch keines erhalten hat (unterschiedliche Postlaufzeiten, kennt man ja) möchte ich die Überraschung nicht verderben. Nur soviel: ich WAR überrascht. Tolle Umsetzung des Themas.











Sonntag, 5. Februar 2017

WMDEDGT

Fast hätte ich es vergessen, heute ist der fünfte und Frau Brüllen möchte wissen, was wir so den ganzen Tag machen.
Der Wecker hat ganz abscheulich früh gepiept, nämlich um sechs! Das ist für mich eh früh und am Sonntag sowieso. Hilft aber nichts, ich habe einen neuen Job, der fängt um zehn Uhr an, um halb fährt die Bahn und vorher muss der Hund raus. Das ist am Wochenende normalerweise die Aufgabe des Besten, aber der weilt in Uganda, also ich. Aufstehen, duschen, bisschen Farbe ins Gesicht und Müsli frühstücken. Hatte ich gestern abend vorbereitet, damit es schnell geht. Dann waaarm einpacken und Hunderunde. Es war gruselig. Wortwörtlich. Kalter, nebelverhangener Wald und ich immer Panik vor Wildschweinen. Um halb acht morgens ist das nicht so unwahrscheinlich und ich habe gesungen und gepfiffen, damit die sich bloss ins Dickicht verziehen. Ich hoffe dann immer, dass mich niemand hört.
Es wurde trotzdem eine grosse Runde und dann zeitlich  etwas knapp hinten raus. stiefel aus, mamtel, hut, schal aus, hund füttern, brotzeit und getränk einpacken, Stiefel wieder an, Schal und Jacke an, los.
Die Bahn kam pünktlich und beim umsteigen auf die Tram hatte endlich, endlich mal jemand Dienst, der die Schranken zwischen zwei Zügen kurz öffnet, so dass man zur Tram gehen kann und sie auch bekommt.
Mein neuer Arbeitsplatz ist im Museumsshop unseres Museums. Der Besucheransturm ist gross und ich war schwer beschäftigt, Poster zu rollen, einzutüten, auszupreisen, Kataloge nachlegen, Kunstpostkarten nachlegen, Bücher auspacken, Lieferscheine kontrollieren, auspreisen, nachlegen. Aber auch: nette KollegInnen und gutes Klima.
Um halb zwei dann mit Tram und Bahn wieder heim um den nächsten Hundegang zu absolvieren. Aber wenigstens nebelfrei und nicht ganz so gruselig.
Der Rest des Tages vergeht mit Haushaltskram und jetzt Tatortgucken. Atelier und Schachteln machen ist diese Woche etwas kurz gekommen, aber morgen wieder.

Donnerstag, 5. Januar 2017

WMDEDGT

Guter Vorsatz: immer am 5. den Tag aufschreiben. Nun denn.
Ich bin noch so halb im Ich- habe-frei Modus  (vor dem 6. Januar verweigere ich quasi Arbeit, ein Erbe meiner Münchner Zeit). Aber der Mann muss arbeiten also stehen wir um sieben auf und icb mache Frühstück, Müsli und Tee (sehr leckerer aus Uganda) für mich, espresso und normal mit brot und tralala für den mann. Leider mit ohne Zeitung, wir haben Wetter. Sind zwar nur zwei Zentimeter  Schnee,  aber unsere Holperwege können sehr tückisch. Nun denn. Anschliessend anziehend und Hunderunde im Wald. Die Strasse ist ziemlich glatt und ich bin froh den Waldweg ohne Sturz zu erreichen. Der Hund ist sehr glücklich und klebt mit der Nase fest am Boden, die Gerüche auf frischem Schnee müssen sehr deutlich sein. Und wir treffen noch eine Nachbarin mit der ich schwatzen und mit deren Hündin der Hund durch den Wald toben kann. Fein das.
Dann nach hause, wo auch schon die Zeitungen im Briefkasten warten. Ich verkneife mir die Lektüre und setzte mich wieder an den Berg wellpappe der verarbeitet werden will. Wir waren nämlich bei Ikea, einen neue Garderobe kaufen, die xem Chaos  im Eingangsbereich hoffentlich endlich den Garaus macht, und jetzt habe ich wirklich jede Menge Wellpappe. Daraus habe ich bereits drei Einsätze für die Schreibtischschubladen gebaut (chaosbeseitigung auch da), die vierte gehe ich jetzt an. Zwischendurch ein schneller Imbiss mit Zeitungslektüre und ein ausgiebiges Telefonat mit der Freundin in Hamburg. Danach müsste ich an und für sich noch einen Einsatz für die Schuhputzzeug-Schublade im neuen Garderobenschrank bauen, aber ersteinmal kommt die zweite Hunderunde mit Umweg zur Schneiderin, der "gute" Mantel des Mannes hat reparaturbedarf. Super, die Schneiderin hat bis zum 17. geschlossen. Tjanun, da kann man nichts machen.
Zurück im Haus schneide ich erstmal die Pappen. Alle Seitenteile weg, bis icb schöne gerade Pappen habe, die sich gut stapeln und transportieren lassen, und keinen unordentlichen Haufen im Esszimmer. Eine ziemlich öde Arbeit, aber ich habe schon einige Ideen, wie ich das Material weiter verarbeiten werde. Und es fehlt ja noch eine Schubladeneinsatz.
Als Vorbereitung für morgen schiebe ich schnell kleingeschnittenes Gemüse in den Backofen, als das fertig ist, muss ich los, donnerstags ist Plenum.
Der Mann holt mich da um halb neun ab, wir fahren nach Hause, es gibt für ihn ein schnelles Abendessen und ich zupfe noch einen salatkopf klein, gebe das Backofengemüse und Schafskäse dazu, ein Schmanddressing drüber und die Brotzeit zum Mitnehmen ins Büro ist fertig (und meine Portion zum zuhause essen auch).
Jetzt ist fertig und noch ein bisschen lesen und dann ins Bett.
Gute Nacht allerseits.